Dorf trifft Stadt


Aufgabe und Ziel


Viernheim wuchs erst seit den 1950er Jahren vom Dorf zur Stadt und profitierte dabei von der Lage im expansiven Rhein-Neckar-Raum. Die Innenstadt Viernheim spielt in Region und Stadt dabei heute keine hervorgehobene Rolle.

Auf regionaler Ebene dominieren die benachbarten Oberzentren Mannheim und Heidelberg, und im Viernheimer Stadtgebiet wird die Einzelhandelslandschaft von großflächigen Einzelhandelsstandorten beherrscht.

Diese Situation definiert einen eher engen Handlungsspielraum für die Innenstadt. Insgesamt wirkt das Zentrum nur begrenzt attraktiv und stößt in der Bevölkerung damit auf vergleichsweise schwache Akzeptanz.

Dabei weist die Innenstadt positive und tragfähige Strukturen auf. Insbesondere sind zu nennen ein attraktiver Nutzungsmix, das gleichberechtigte Nebeneinander von dörflichen und städtischen Strukturen, eine Vielzahl öffentlicher Einrichtungen und die gute Anbindung an den ÖPNV. Insgesamt überwiegen jedoch die Schwächen:

die Erreichbarkeit für den motorisierten Individualverkehr wird durch eine unklare Verkehrsführung und enge Straßen erschwert.

das Erscheinungsbild der Stadt, die Gebäude, Schaufenster sowie deren Außendarstellung wirken veraltet

der öffentliche Raum in der Fußgängerzone trägt durch den schlechten Erhaltungszustand und die schwache Gestaltung maßgeblich zum negativen Eindruck bei.

Leerstände und Trading-Down-Tendenzen zeigen, dass die Kaufkraft nicht im Kernbereich gehalten werden kann. Um die Zusammenhänge zwischen den einzelnen neu zu gestaltenden Bereichen und Abschnitten im öffentlichen Raum wiederzugewinnen, wurde dieses Wettbewerbsverfahren zur Aufwertung des gesamten öffentlichen Raums in der Viernheimer Innenstadt initiiert.

Der öffentliche Raum im Zentrum muss zu einem Teil der Stadt werden, der zum Aufenthalt einlädt und als Veranstaltungsort sowie als Einkaufsstandort funktioniert. Die Innenstadt als Wohn- Einkaufs- und Kulturort ist durch ein ganzheitliches Konzept zu stabilisieren und zu steigern. Es gilt die Orientierung zu verbessern, Straßen und Plätze freundlich und übersichtlich zu gestalten und das Sicherheitsempfinden zu erhöhen. Dadurch wird auch die Qualität des Wohnumfeldes gehoben.

In diesem Verfahren sollen Lösungsvorschläge zur Umgestaltung der gesamten Fußgängerzone und des Rathausquartiers erarbeitet werden und somit ein ruhiger Rahmen für ein heterogenes Stadtbild geschaffen werden.

Der Apostelplatz und der Eingang in die Fußgängerzone im Bereich Wasserstraße/ Rathausstraße soll in der Ausarbeitung vertieft werden. Die Andienung des Einzelhandels muss dabei gewährleistet und der Oberflächenbelag für den Lieferverkehr geeignet sein.


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